Es wird davor gewarnt, Eisflächen zu betreten. Es besteht Lebensgefahr! Diese sind noch nicht tragfähig. Besonders Flüsse und Bäche bürgen Gefahren, da das Wasser nur oberflächlich angefroren ist. Gemeinden und Kommunen geben Auskunft, welche Eisflächen betreten werden können.
Der Sonntag und der Winter machten ihrem Namen heute alle Ehre. Strenger Frost mit Werten zwischen -13 und -23 Grad waren am Morgen zu verzeichnen. Kältester Ort zwischen 4 und 10 Uhr war Ueckermünde mit -23,2 Grad, dicht gefolgt von Wismar mit -23,0 Grad in zwei Metern Höhe. Am Tag verwöhnte uns die Sonne. Erst am Nachmittag zogen ein paar dichtere Hochnebelfelder auf, die etwas Schnee entlang der Küsten brachten. Am Tag erreichte die Temperatur -10 bis -6 Grad. Der Wind war schwach aus östlichen Richtungen unterwegs.
Auch am Montag hat uns die Kaltluft aus dem Osten Europas weiter im Griff. Sie kommt direkt aus dem Polargebiet über Osteuropa nach Deutschland. In einer östlichen bis nordöstlichen Höhenströmung, verursacht durch eine Hochdruckzone, die sich vom Nordwesten Russlands über das Baltikum und Skandinavien bis auf den Atlantik erstreckt, ist der direkte Weg frei. Deutschland liegt dabei auf der südlichen Seite der Hochdruckzone. Da diese noch recht stabil ist, können atlantische Tiefdruckgebiete nur einen weiten Bogen über das Nordpolarmeer nach Osten machen. Ein Tief mit Kern über Griechenland sorgt unterdessen für den Vorstoß der kalten Luftmassen bis nach Italien. Hier kommt es durch Ansammlung von Feuchtigkeit in der Luftmasse, die aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt, zu teilweise ergiebigen Schneefällen. Auch Frankreich und Spanien werden von der Kaltluft noch etwas abbekommen. Sehr milde Nordatlantikluft wird dagegen nach Island und Ostgrönland gelenkt. Hier ist die Ursache ein Tief mit Kern südwestlich Islands.
Am Dienstag werden teilweise dichtere Hochnebelfelder über Mecklenburg-Vorpommern hängen. Diese bringen vereinzelt etwas Schnee. Selten zeigt sich die Sonne. Die Temperatur erreicht im Tagesverlauf Höchstwerte zwischen -10 Grad im südlichen Binnenland und -2 Grad an der Küste. Dabei weht ein mäßiger in Böen frischer bis starker Wind aus Ost bis Nordost. Am Mittwoch wechseln sich Sonne und Wolken ab und es bleibt trocken. Die Temperatur steigt im Binnenland nur auf -2 Grad. An der Küste wird die Null-Grad-Grenze erreicht. Der Wind ist mäßig aus östlichen Richtungen unterwegs. Stürmische Böen aus Nordost und milde -2 bis +1 Grad begleiten uns durch den Donnerstag. Dabei fällt am Vormittag gelegentlich Schnee. Am Nachmittag kommt die Sonne zum Vorschein. Es gibt weitere Schneeschauer.
Text: Maik Thomaß, 05.02.2012 - 20:23